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Le Chiavi di Casa


Gianni findet im Zug nach Berlin zu Paolo, seinem Sohn.
Sprache: I – Untertitel: I, Eng, F


Gianni sieht seinen Sohn Paolo zum ersten Mal, als dieser 15 ist. Er bringt Paolo im Zug nach Berlin, wo er in einer Spezialklinik behandelt werden soll. Langsam nähern sich die beiden an. Gianni lernt, mit seinem behinderten Sohn umzugehen, es gibt aber immer wieder Rückschläge. In der Klinik lernt er Nicole (Charlotte Rampling) kennen, die ebenfalls eine schwer behinderte Tochter hat, um die sie sich seit zwanzig Jahren kümmert. Nicole versucht ihn darauf vorzubereiten, was es heist ständig für sein Kind da sein zu müssen. Im Verlauf des Films erfahren wir auch, wie es möglich war, dass Vater und Sohn so lange getrennt waren. Für Gianni steht die unausgesprochene Frage im Raum, ob er bereit ist, die Last auf sich zu nehmen und seinen Sohn bei sich aufzunehmen.

Mein Film erzählt eine Geschichte, die über nationale Grenzen hinausgeht und die von etwas handelt, das jeder, in irgendeiner Weise, mit seinem Leben verbinden kann. Ein Film, der überall auf der Welt gezeigt werden kann. LE CHIAVI DI CASA ist kein Film über Behinderung: er erzählt von der Schwierigkeit, das Verschiedenartige zu akzeptieren und von dem Gefühl der Unzulänglichkeit, etwas, das ein Vater empfinden kann, wenn er merkt, dass sein Sohn nicht so ist, wie er ihn gewollt hat. Ich habe die Geschichte so aufgebaut, dass der Vater nicht mehr vor seiner Verantwortung fliehen kann. Wenn ihre erste Begegnung in seiner Stadt stattgefunden hätte, wäre Gianni schnell zu seiner Familie geflüchtet. In Berlin aber ist er ein Fremder, der auf einmal allein vor seinem behinderten Sohn steht. Ich habe diesen Filmtitel gewählt, um eine Grenze zu markieren zwischen der Zeit in der man noch Kind ist und deshalb abhängig von den Eltern, und den späteren Jahren, wenn man erwachsen genug ist, um "die Hausschlüssel" zu verlangen und Autonomie einzufordern.
Gianni Amelio

Mit LE CHIAVI DI CASA ist Gianni Amelio zu der feinfühligen Psychologie und der intensiven Poesie zurückgekehrt, die bis heute sein größtes Werk Il ladro di bambini geprägt haben. Das Drehbuch, nach einem Roman Giuseppe Pontiggias, rekonstruiert Schritt für Schritt die Entwicklung eines Vaters, der sich zwischen gemischten Gefühlen bewegt, bis zu seinem Bewußtwerden, eine neue, fast heroische Verantwortung zu übernehmen. Die außergewöhnliche Regie setzt diese Entwicklung meisterhaft in Szene: im Krankenhaus, in den prägnanten Landschaften und in den mit Sensibilität beschriebenen Begegnungen. Die vielschichtige Interpretation von Kim Rossi Stuart macht die schmerzhafte und schließlich durch Herzlichkeit geprägte Entwicklung des Vaters sichtbar, die im Mittelpunkt des Films steht.
Gian Luigi Rondi, Il Tempo

Sprache und Extras:
Über weite Teile des Films werden die einfachen Dinge des Lebens besprochen. Um die Dialoge zu verstehen, ist also nur sehr wenig Wortschatz erforderlich. Die Aussprache der Akteure ist nicht sehr akzentuiert und die Akustik des Films ist nicht sehr gut, so dass man schon sehr genau hinhören muss. Die Untertitel sind nicht sehr exakt, sie geben an vielen Stellen das Gesagte nur sinngemäß wieder.
 

Daten




italienisch


Le Chiavi di Casa
Gianni findet im Zug nach Berlin zu Paolo, seinem Sohn. Sprache: I – Untertitel: I, Eng, F

Italien 2004 ("Le Chiavi di Casa")
Regie: Gianni Amelio
Mit Kim Rossi Stuart (Gianni), Andrea Rossi (Paolo), Charlotte Rampling (Nicole), Alla Faerovich (Nadine), Pierfrancesco Favino (Alberto)

Dauer: 105 Minuten
Audio: Italienisch
Untertitel: Italienisch, Englisch, Französisch
FSK: ohne Altersbeschränkung

Preis: 15,90 €
Artikelnr: 170

 

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